Wie verändert Künstliche Intelligenz die industrielle Automatisierung – praktisch, nicht theoretisch? KI-Chatassistenten als neue Bedienoberfläche, KI-gestütztes Engineering in der SPS-Welt und eine nüchterne Einordnung, warum Technik allein nicht reicht. Dazu: Messestände zum Anfassen.
Programm
08:15 Uhr | Orientierung & Kaffee
09:00 Uhr | Begrüßung
09:15 Uhr | Warum KI auf Widerstand trifft – und wie er sich auflöst
KI scheitert selten an der Technik – sondern daran, dass Mitarbeitende sie nicht als Chance erleben. Der Impuls zeigt: Widerstand ist keine Ablehnung, sondern eine normale Reaktion auf Veränderung ohne Beteiligung. Wie Führungskräfte KI so einführen, dass sie als Unterstützung ankommt statt als Bedrohung.
Referenten: Prof. Dr. Gabriele Murry, Prof. Dr. Schmitt-Rüth (Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden)
10:00 Uhr | Mit Produkten sprechen statt Menüs bedienen – KI-Chatassistenten als neue Benutzerschnittstelle der Automatisierung
Handbücher wälzen, Menüs durchklicken, Experten fragen – das war gestern. Balluff zeigt live, wie ein KI-Chatassistent Fehlerdiagnosen an einem industriellen Netzwerkmodul übernimmt: Fragen stellen, Diagnose bekommen, Problem lösen. In natürlicher Sprache, mit Zugriff auf Live-Gerätedaten – und auf Wunsch führt der Assistent Konfigurationsänderungen direkt aus. Was heute bei der Diagnose funktioniert, wird morgen zur universellen Schnittstelle für Inbetriebnahme und Parametrierung. Ein Blick darauf, wie sich der Umgang mit Automatisierungskomponenten grundlegend verschiebt.
11:15 Uhr | Pause
11:30 Uhr | Die Zukunft beginnt heute - KI gestütztes Engineering von Beckhoff Automation
TwinCAT CoAgent zeigt, wie PLC-Software künftig entsteht. Daniel Teubner ordnet ein, wo Machine Learning und KI-Agenten in der Steuerungstechnik heute realistisch stehen – jenseits von Hype und Marketingversprechen. Anschließend führt Elias Müller live vor, wie SPS-Code mit KI-Unterstützung entsteht. Kein Konzeptvideo, sondern Engineering in Echtzeit.
13:30 Uhr | Verabschiedung
13:40 Uhr | Get Together (optional: Führung durch die Ausbildungswerkstatt des ÜBZO)
Anmeldung
EVENTDETAILS
- Datum: 08.10.2026
- Beginn: 09:00 Uhr
- Ende: ca. 14:00 Uhr
- Teilnahme: Kostenlos - Anmeldung erforderlich
- Location: Future Lab
(Paul-Engel-Straße 1 | 92729 Weiherhammer)
PARTNER BALLUFF
Balluff ist ein international tätiges deutsches Familienunternehmen zählt heute zu den führenden Anbietern von Sensorik- und Automatisierungslösungen für die Industrie. Das Produktportfolio umfasst Sensoren zur Objekterkennung und Positionsmessung, RFID-Identifikationssysteme, Machine-Vision-Lösungen, industrielle Netzwerktechnik sowie IO-Link-basierte Automatisierungskomponenten.
PARTNER BECKHOFF
Beckhoff Automation ist ein international tätiges deutsches Technologieunternehmen, das innovative Lösungen für die Automatisierungstechnik entwickelt und ist insbesondere für seine PC-basierte Steuerungstechnik, die Automatisierungssoftware TwinCAT sowie das Echtzeit-Ethernet-System EtherCAT bekannt.
Veranstalter & Träger
C4TRENDS GmbH – Anbieter beruflicher Weiterbildung und Schulungsentwicklung mit rund 25 Mitarbeitenden. Schwerpunkt sind digitale und präsenzbasierte Qualifizierungsangebote für Unternehmen und Organisationen. C4TRENDS organisiert die KI-Veranstaltungsreihe der LUCE Stiftung.
ÜBZO – Überbetriebliches Bildungszentrum, gemeinsam mit C4TRENDS auf dem Fundament der LUCE Stiftung (zusammen rund 70 Mitarbeitende) im Bereich Ausbildung, internationale Bildung, Berufsorientierung & AZAV Maßnahmen tätig.
LUCE Stiftung – Lars und Christian Engel Stiftung, Trägerstiftung von C4TRENDS und ÜBZO. Engagiert sich mit eigenen Veranstaltungsreihen für Digitalisierung und KI im Mittelstand.
Die Veranstaltung reiht sich in eine etablierte Veranstaltungsreihe der LUCE Stiftung zum Thema Künstliche Intelligenz ein. So fand zuletzt im März 2026 in Weiherhammer bereits die vierte Ausgabe der Konferenz „Best Practice Digitalisierung & Künstliche Intelligenz für den Mittelstand“ statt – gemeinsam ausgerichtet von der LUCE Stiftung, fortiss und der OTH Amberg-Weiden.
Rund 90 Teilnehmende erhielten Einblicke in KI-Agenten, Deep Learning, Robotik und praxisnahe Automatisierungslösungen. Die Reihe entstand im Rahmen des Jubiläumsprogramms „10 Jahre LUCE Stiftung“ und wird fortgeführt. Der DENK.raum knüpft thematisch an diese Tradition an und setzt den Fokus gezielt auf die Automatisierungspraxis.